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Bau einer 3D-Rückwand

3D-Rückwände für Aquarien sehen sehr viel dekorativer aus, als ein einfarbiger Hintergrund oder eine der vielen Motivfolien, die sich hinter das Becken kleben lassen. Leider sind die sehr guten Rückwände alles andere als günstig, so dass Eigenbau eine gute Alternative ist. Für die nachfolgend vorgestellte Rückwand sind weder großes künstlerisches Geschick noch besondere Werkzeuge oder Materialien nötig. Das Ergebnis kann sich dennoch sehen lassen.

Benötigte Materialien:

Benötigtes Werkzeug:

Bevor mit den eigentlichen Arbeiten begonnen wird, sollte die Styrodur-Platte in das Becken eingepasst werden. Vor allem an die nötigen Aussparungen für Quer- oder Längsstreben im Becken sollte gedacht werden. Auf dem ersten Bild ist oben deutlich die kleine Aussparung für die Querstrebe zu erkennen, unter die die fertige Rückwand später geklemmt wird. Ist dies erledigt, können mit einem Bleistift oder einfach dem Messer die Konturen für die Fels-Optik eingezeichnet werden.

Styrodur-Platte
Zugeschnittene Styrodurplatte, oben die Ausbuchtung für den Quersteg

Anschließend wird mit dem Messer oder einem anderen geeigneten scharfen Werkzeug entlang dieser Linien das Material herausgeschnitzt. Je nachdem, wie stark die Platte ist und wie tief man schneidet lassen sich Effekte mit einer erstaunlichen Tiefenwirkung erreichen.

Styrodur mit Konturen
Die Platte nach der Herausarbeitung der Stein-Konturen

Nach dem Schnitzen werden die nun recht rauhen Schnittflächen mit dem Heißluftfön geglättet. Diese Arbeit sollte wenn möglich im Freien stattfinden, da beim Schmelzen des Styrodurs giftige Dämpfe entstehen. Auch die noch glatten Flächen können mit dem Fön bearbeitet werden und erhalten so unregelmäßigere Oberflächen.

Styrodur bearbeitet mit Heißluftfön
Mit dem Heißluftfön werden die Flächen geglättet und weitere Konturen herausgearbeitet

Im nächsten Schritt wird die Acrylfarbe aufgetragen. Der Farbton sollte meiner Meinung nach nicht zu dunkel gewählt werden, um das Becken nicht zu düster erscheinen zu lassen. Wahlweise kann nun etwas Sand auf die noch feuchte Farbe gestreut werden. Deckt die Farbe beim ersten Anstrich nicht, kann nach einigen Stunden eine zweite Schicht aufgetragen werden. Der Sand sollte in diesem Fall natürlich erst nach dem letzten Anstrich aufgestreut werden.

Rückwand nach Anstrich
Die Wand nach dem Streichen und Sand Auftragen

Die Wand sollte nun einige Tagen trocknen. Ein längeres Wässern ist nach meiner Erfahrung nicht notwendig, da die Farbe keine Schadstoffe oder ähnliches mehr an das Wasser abgibt. Beim Einbau ist unbedingt genügend Aquariensilikon zu verwenden, da Styrodur (und Styropor) einen starken Auftrieb haben. Es ist daher von Vorteil, wenn die Rückwand unter einem Längs- oder Quersteg zusätzlich fixiert werden kann. Das Bild zeigt das fertige Modell einige Tage nach dem Einbau ins Becken. Nach einigen Wochen wird die Wand mit einem natürlichen Algenüberzug bewachsen sein.

Rückwand nach Einbau
Fertig eingebaut im Aquarium

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